Gedenkallee in Sobibor

 Die Gedenkallee in Sobibor (Ost-Polen)


Das von „Bildungswerk Stanislaw Hantz“, der Gedenkstätte Sobibor und der niederländischen „Stichting Sobibor“ initiierte Gedenkprojekt wird von uns von Anfang an aktiv unterstützt.
Um einen würdigen Ort der Trauer und des Gedenkens zu schaffen, werden auf dem Gelände des ehemaligen Vernichtungslagers Sobibor seit Oktober 2003 entlang des letzten Weges der Deportierten Bäume gepflanzt und Steine gesetzt. Die Steine tragen die Namen von hier ermordeten Menschen, um deren persönlichen Schicksale wieder sichtbar werden zu lassen.

„Sicherlich können diese Steine nicht das unendliche seelische und körperliche Leid aus-drücken, das jeder einzelne Mensch erdulden musste.
Aber jeder Stein soll uns sagen -Nicht 250.000 Menschen wurden hier ermordet, nein, ein Mensch wurde ermordet – und das ist allein an diesem Ort Sobibor 250.000mal geschehen!-“ Auch aus dem Regierungsbezirk Kassel wurden Ende Mai/Anfang Juni 1942 über 500 jüdische Menschen über Lublin nach Sobibor deportiert und am 3. Juni am Tag ihrer Ankunft ermordet.

Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, in der Gedenkallee auch die Erinnerung an die Opfer aus unserer Region wachzuhalten. So sind  inzwischen mit Hilfe vieler Spender auch Gedenksteine für Ermordete aus Volkmarsen, Vöhl, Breuna, Kassel und Gudensberg aufge-stellt worden. Wir hoffen, dass wir auch in vielen weiteren Orten des Regierungsbezirks Menschen dazu motivieren  können, Gedenksteine für Ermordete aus ihrem Heimatort zu finanzieren.

Gedenkallee in Sobibor

Im letzten Jahr wurde der Weg der Gedenkallee fertig ausgebaut. Im April dieses Jahres haben die Teilnehmerinnen eines Workcamps der Naturfreunde NRW und dem Bildungs-werk Stanislaw Hantz, die noch fehlenden Bäumchen entlang der Gedenkallee gepflanzt, das waren 328 junge Kiefern. Nun stehen insgesamt 529 Bäume in der Gedenkallee.
102 Bäume sind bereits mit Steinen versehen, mit denen an die in Sobibor ermordeten Menschen erinnert wird. Für 427 weitere  Steine müssen noch Spender und Unterstützer geworben werden.

Im letzten Jahr wurde in dem kleinen Museum der Gedenkstätte Sobibor ein Raum eingerichtet, in dem biografisches Material zu den Menschen einsehbar ist, für die ein Stein in der Gedenkallee steht.