Arbeitskreis Rückblende

Gegen das Vergessen e.V.

Geschichtswerkstatt,
Museum und Lernort
für Geschichte, Kultur
und Natur
Ausstellung "Jüdisches Leben in der Region"

Unsere Dauerausstellung

„Deutsch-Jüdisches Leben in unserer Region im  Laufe der Jahrhunderte“
Eine Ausstellung der besonderen Art in 34471 Volkmarsen.

Die Ausstellung im Gustav-Hüneberg-Haus, Steinweg 24 ist an jedem 1. und 3. Sonntag im Monat von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Darüber hinaus können Sie auch zu anderen Zeiten nach vorheriger Absprache einen Termin vereinbaren (z.B. für Vereine, Gruppen und Schulklassen etc.). 


Liebe Gäste!
Unsere Ausstellung verstehen wir nicht als „Museum“ im üblichen Sinne sondern als Lernort für Jung und Alt. Wir wollen Wissen vermitteln und zum Nach-Denken anregen.

Bei der Gestaltung unserer Ausstellung haben wir uns bemüht, den Besuchern einen Überblick über die gesamte Bandbreite deutsch-jüdischen Lebens in unserer Region zu ermöglichen.

Das Angebot an Informationen zu den verschiedenen Zeitabschnitten und Ereignissen ist dadurch so umfangreich, dass man während  eines  Besuches bei weitem nicht alles aufnehmen kann.

Wir empfehlen daher unseren Besuchern, immer wieder einmal in unsere Ausstellung zu kommen und sich jedes Mal mit einem anderen Themenkreis zu befassen.

Die meisten Ausstellungstafeln sind dreilagig angelegt:
Auf der Außenseite finden Sie hauptsächlich Kurzinformationen zu einem bestimmten historischen Ereignis oder zu einer bestimmten Person.
Wenn Sie die vordere Tafel aufklappen, werden Sie auf beiden Innenseiten dann ausführliche Texte, Dokumente etc. finden.


Was wir erreichen wollen

Mit unserer Geschichtswerkstatt wollen wir erreichen, dass es keine „weißen Flecken“ mehr in der regionalen Geschichtsschreibung gibt und dass ein Verdrängen, Verfälschen und Verleugnen wesentlicher Teile unserer Geschichte nicht mehr möglich ist.

Wir hoffen, dass diese „Rückblende“ uns alle sensibler für die Probleme der Gegenwart macht und uns einen Weg in die Zukunft weist, in dem die gegenseitige Achtung aller Menschen selbstverständlich ist.

Unsere Ausstellung berichtet zum überwiegenden Teil vom Leben und Sterben der ganz normalen Menschen, die nicht in den Geschichtsbüchern stehen, von Menschen, die einmal die Nachbarn unserer Eltern und Großeltern waren und später (fast) vergessen wurden.

Für die Frauen, Männer und Kinder, die verschleppt und ermordet wurden, für die es nie einen Grabstein irgendwo gab, haben wir versucht, ihnen wenigstens ihren Namen und ihre Identität wiederzugeben.

Den in alle Welt verstreuten ehemaligen jüdischen Einwohnern, die ihr Leben durch die Flucht aus Nazi-Deutschland retten konnten und uns später zu Freunden geworden sind, gilt unserer besonderer Dank.

Nur durch ihre Bereitschaft, uns ihre Lebens- und Familiengeschichte anzuvertrauen, uns wertvolle Fotos und Dokumente zu überlassen, war die Gestaltung unserer Ausstellung überhaupt erst möglich.