Arbeitskreis Rückblende

Gegen das Vergessen e.V.

Geschichtswerkstatt,
Museum und Lernort
für Geschichte, Kultur
und Natur
Ausstellung "Jüdisches Leben in der Region"

Ausstellungsunterstützung

Überblick über die ehemaligen Gemeinden in den Dörfern und Städten der Region.

Zeittafel zur jüdischen Geschichte
Die ersten Gemeinden am Rhein
Zeittafel zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Volkmarsen
Wohn- und Geschäftshäuser,Synagoge, Schule
Darstellung der jüdischen Feiertage
sakrale Gegenstände, Erinnerungsstücke
Informationen über die 500 Jahre alte Schachtmikwe am Steinweg

November 1938
Die Ereignisse im November 1938 waren ein vorläufiger – für alle Deutschen erkennbar furchtbarer -  Höhepunkt in der Entwicklung zu millionenfachem Mord und einem alles ins Verderben reißenden verbrecherischen Krieg.In diesen düsteren Tagen unserer Geschichte hat sich die Gesellschaft in Deutschland moralisch selbst ruiniert, weil sie nicht Einhalt gebot, nicht der Ungesetzlichkeit und dem rassistischen Ungeist das Handwerk legte.
Spätestens in den Tagen und Nächten des November 1938 wurde die damalige Gesellschaft mitverantwortlich für Massenmord, Ruinen, Schutt und Asche in Europa. Doch es gab nicht nur Zerstörung von Gebäuden, sondern auch Verwüstungen und Zerstörungen in den Köpfen und Herzen der Menschen, die zum Teil bis heute noch nicht beseitigt sind.
Deshalb soll diese Ausstellung für uns alle auch Anregung sein zur Auseinandersetzung mit den immer noch bestehenden Problemen von Vorurteilen, Diskriminierung und Gewalt, mit den grundsätzlichen Fragen des Umgangs von Menschen mit Menschen, zu den Fragen nach Menschenwürde, Gleichberechtigung und gegenseitiger Achtung.
Nachstellung des am 9.November 1938 verwüsteten Zimmers der Familie Lichtenstein nach der Beschreibung im Brief vom 10.01.1939 von Ilse Meyer Lichtenstein

Nähmaschine aus der ehemaligen Werkstatt des Schneidermeisters Meinhard Lichtenstein

 
 
„Überleben in Stadt und Land“
Geleitbriefe (Beruf / Handel  Handwerk
Bürgerrechte – Emanzipation
Änderung der Familiennamen
Hausbesitzer, Bürgergarde,
Die ganz normale Gemeinsamkeit“  Nachbarn, Sportfreunde, Schulkameraden, Schützenbrüder, Kriegskameraden
„Hachschara“-Ausbildungslager in Volkmarsen-Külte
Volksverhetzung durch NS-Leitung „der Stürmer“
Boykotte / Enteignung / Ausplünderung  - Zwangsweise Annahme der Vornamen „Sara“ und „Israel“

Aus dem Leben der Familien Bernstein und Hüneberg
Zeitzeugenberichte aus dem Ghetto Theresienstadt
Erinnerung des Herrn Otto Berstein: Volkmarsen - Moskau - Sibirien - Berlin - Theresienstadt - Australien

Lebenserinnerungen / Biografien
Denunzianten und Profiteure
Mutige Menschen in der NS-Zeit
Leben und Sterben der Familie Lichtenstein
Die jüdischen Friedhöfe
Flucht / Auswanderung
Neuanfang in Shavei  Zion / Familie Alsberg
Die Irrfahrt des Flüchtlingsschiffes „St. Louis“  (Walter Hüneberg)


Erinnerungen jüdischer Kinder


Verfolgung – Ausgrenzung – Deportation

Ermordung in den Vernichtungslagern
„Entnazifizierung“, Spruchkammerverfahren, „Wiedergutmachung“
„Eine neue Brücke wird gebaut“

Begegnungen, Besuche, Auszüge aus den Briefen der
jüdischen Gäste
Die ungeheuerlichen Verbrechen während der nationalsozialistischen Herrschaft haben tiefe Gräben gerissen zwischen den jüdischen und nicht jüdischen Menschen in Deutschland.
Wir können diese Gräben nicht zuschütten, wir sollten dies auch nicht tun, denn die Opfer dürfen nicht vergessen werden und auch die Verbrechen nicht.
Aber wir müssen weiter versuchen, Brücken zu bauen, um damit die Gräben der Vergangenheit zu überwinden.
Viele Brücken, die uns alle auf dem langen Wege des besseren
Kennenlernens und Verstehens, auf dem Weg der gegenseitigen Achtung und endlich auf dem Weg der Versöhnung zur freundschaftlichen Zusammenarbeit führen.