Arbeitskreis Rückblende

Gegen das Vergessen e.V.

Geschichtswerkstatt,
Museum und Lernort,

Ausstellung "Jüdisches Leben in der Region"

Termine und Aktuelles

Julius Wertheim

Stellvertretend für alle aus Volkmarsen verschleppten Mitbürger jüdischen Glaubens sei heute nochmal an das Schicksal von Julius Wertheim erinnert:

Geboren am 06. Juni 1888 in Helmarshausen zog er im Jahr 1909 von Frankenberg nach Volkmarsen und arbeitete als Angestellter bei der Familie Katzenstein in Volkmarsen. Nach der Pogromnacht wurde er mit anderen jüdischen Männern ins Volkmarser Polizeigefängnis verbracht und einen Tag später nach Kassel überführt und dann weiter ins Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar transportiert. Dort trug er laut Totenbuch der Gedenkstätte Buchenwald die Haftnummer 25750 und erlag seinen durch Folterschlägen verursachten schweren Verletzungen am 19. Dezember 1938. Zu diesem und vielen weiteren Schicksalen möchten wir aus einer Rede des ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog, gehalten während einer Gedenkfeier im Lager Bergen-Belsen 1995 zitieren: „Man ist nicht nur verantwortlich für das, was man tut, sondern auch für das, was man zulässt ! Wer es zulässt, dass man anderen die Würde nimmt, verliert sie am Ende selber.“